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Landesverband
Bayerischer
Saatgetreide
erzeuger-
Vereinigungen e.V.

 

Beizstellen-Zertifizierung

Am 14.1.2022 hat der Getreidefonds Z-Saatgut e.V. (GFZS) den Start der neu entwickelten QSS-BeiZplus-Zertifizierung bekannt gegeben. Kurz zuvor wurde QSS-BeiZplus vom Julius-Kühn Institut (JKI) als Qualitätssicherungssystem zur Staubminderung offiziell anerkannt. Damit konnte diese verbändeübergreifende Entwicklungsarbeit erfolgreich abgeschlossen werden. Besonders vorteilhaft ist, dass Aufbereiter von Z-Saatgut mit der QSS-BeiZplus-Zertifizierung nicht nur die JKI-Anforderungen, sondern auch automatisch alle Voraussetzungen für QSS erfüllen. Das spart Aufwand und Zeit. Der Landesverband empfiehlt eine QSS-BeiZplus-Zertifizierung über den GFZS.

Die QSS-BeiZplus-Zertifizierung stellt eine Erweiterung des bisherigen Qualitätssicherungssystems für Z-Saatgut dar. Sie steht allen Aufbereitern von Z-Saatgut offen, die moderne Beizmittel anwenden möchten, welche mit der BVL-Anwendungsbestimmung NT699x (Beizstellenzertifizierung) versehen sind. Derartige Beizmittel dürfen ab dem 01.06.2022 nur noch in professionellen Saatgutbehandlungseinrichtungen angewendet werden, die entsprechend zertifiziert und in die Liste "Saatgutbehandlungseinrichtungen mit Qualitätssicherungssystemen zur Staubminderung" des JKI eingetragen sind.

Die bisherige QSS-Zertifizierung wird zukünftig als QSS-Basis-Zertifizierung für alle nichtbeizenden und ökologisch wirtschaftenden Betriebe sowie für Betriebe, die diese Anforderungen der neuen Beizmittel nicht erfüllen wollen oder können, fortgeführt.

Neben der QSS-BeiZplus-Zertifizierung kann eine Listung beim JKI auch über SeedGuard und über das JKI selbst erreicht werden.

Im Folgenden sind eine Reihe wichtiger allgemeiner Unterlagen zusammengestellt, die bei einer QSS-BeiZplus-Zertifizierung zu beachten sind:

Probenahme von gebeizten Saatgetreide

Im Rahmen der Beizstellen-Zertifizierung (unabhängig vom Zertifizierungsverfahren) können gemäß der JKI-Checkliste "Getreidebeizstelle" Proben von gebeiztem Saatgut entweder mittels eines amtlich anerkannten automatischen Probenehmers oder durch einen amtlichen Probenehmer gezogen werden.
Da diese Proben fortlaufend gezogen werden müssen, wurde in Bayern für Betriebe ohne automati-schen Probenehmer nun zusammen mit der LfL-Anerkennungsstelle und dem LKP ein Verfahren erar-beitet, damit eine Person des Aufbereitungsbetriebes als Hilfskraft des amtlichen Probenehmers eingesetzt werden kann. Dies setzt die Antragsstellung beim LKP sowie eine entsprechende Probenehmer Schulung bei der Anerkennungsstelle voraus. Zu letzterem werden über den Landesverband Online-Schulungstermine organisiert.

Die wichtiges Unterlagen, um als Hilfskraft des amtlichen Probenehmers eingesetzt werden zu können, finden sich hier:

  • LKP-Antrag Word-Datei zur Einsetzung als Hilfskraft des amtlichen Probenehmers
  • Proben-Einleger Word-Datei für gebeizte Saatgetreide-Rückstellproben, die durch die Hilfskraft des amtlichen Probenehmers gezogen wurden
  • Probenahme-Liste Word-Datei zur Dokumentation der gebeizten Saatgetreide-Rückstellproben, die durch die Hilfskraft des amtlichen Probenehmers gezogen wurden
  • Probenehmer-Richtlinie PDF-Dokument der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen